Selbst die Temperaturen um die 30 Grad konnten die gute Stimmung bei der 4. Düsseldorfer Laufnacht im Sportpark Niederheid nicht trüben. 324 Läuferinnen und Läufer haben mit ihrem Ehrgeiz und tollen Leistungen den Leichtathletik-Event beim SFD ´75 zu einem fantastischen Erlebnis gemacht. Knapp 5 Stunden lang bot die Laufnacht im Sportpark Niederheid alles, was das Läuferherz begehrt. Runs über Distanzen zwischen 100 und 5000 Metern, mal unter Sonne, später unter Flutlicht und immer mit antreibender Musik – dieses Ambiente sorgte auch dafür , dass jede Menge persönliche Bestleistungen und sogar Meeting-Rekorde geknackt wurden.
Die eindrucksvollste Leistung legte Eric Nzambimana (Tracksrunner Bonn). Über 5000 Meter lief er in eindrucksvollen 114:26,44 Minuten und deklassierte die starke Konkurrenz und verbesserte den Meetingrekord um eine halbe Minute. Der zweitplatzierte Yunes Jehle (KTT 01) etwa lief etwa starke 15:40,14 Minuten, hatte aber damit über eine Minute Rückstand auf den Sieger. Schnellste Frau über 5000 Meter wurde Anna Kamp (LG Brillux Münster) in 17:34,94 Minuten vor Maike Pfitzmann (Bridgerunners) im 17:52,03.
Zum Start um 17 Uhr ging es auf die Kurzstrecke und da purzelten gleich viele persönliche Bestleistungen. Bei den Damen war Antonia Fabisch (LT DSHS Köln) mit 12,28 Sekunden die schnellste vor Paula Simon (TSG Lennestadt) in 12,46 Sekunden. Bei den Männern lief Shounyou Matsuyama (LG Olympia Dortmund) in persönlicher Bestzeit von 10,79 Sekunden zum Sieg.
Über 200 Meter lief Paula Simon (TSG Lennestadt) mit 25,78 Sekunden zum Sieg. Bei den Männern belohnte sich Matthias Reich (22,01 Sekunden) für einen starken Lauf.
Auf den 400 Metern unterbot Marie Kux (DSHS Köln) als einzige Frau die Minute und kam nach 59,39 Sekunden ins Ziel. Bei den Männern fiel sogar der Meeting-Rekord: Noah Pavaci (TV Kalkum Wittlaer) kam nach 48,65 Sekunden ins Ziel.
Über 800 Meter lief Nico Hörnke (TSV Bayer Leverkusen) mit 1:55,89 persönliche Bestleistung und schnappte sich den Siegerpokal vor Nils Utrecht (DSHS Köln) mit 1:56,02. Bei den Frauen war Natalie Füllgraf (Cologne Athletics) mit Abstand die schnellste. Sie kam nach 2:02,50 ins Ziel. Damit wäre sie bei den Männern auf Rang sechs gelandet.
Über die 1500 Meter machte Fabio Faulhaber (OSC Waldniel) das Tripple perfekt und gewann zum dritten Mal in Folge. Dabei verbesserte er seinen eigenen Meeting-Rekord aus dem Vorjahr um anderthalb Sekunden und gewann in 4:01,92 Minuten. Anna Malena Wolff Lopez (Braunschweiger Laufclub) hat sich für die weite Anreise belohnt und war mit 4:26,74 Minuten schnellste Frau.
Als es auf die 5000 Meter ging, sprang auch das Flutlicht an. Und Eric Nzambimanakam auf Betriebstemperatur. Vom Start weg lief er vorne weg, vergrößerte den Vorsprung mit starker Technik und großer Außdauer Meter um Meter. Kurz war er auf Kurs 14 Minuten, am Ende kam er nach 14:28 ins Ziel und verbesserte den Meetingrekord
Das schien einen besonders zu beflügeln, denn Jan Ortjohann (Triathlon Team Ratingen) setzte gleich im ersten von fünf Läufen ein Ausrufezeichen und gewann souverän in 14:42,65 Minuten, damit unterbot er den Meeting-Rekord um mehr als eine Minute. Auch die Zeiten von Nicklas Hogervorst (KTT 01/14:52,70), Andreas Keil-Forneck (LC Euskirchen/15:03,57) und Edgar Hofmann (KTT 01/15:16,11) hätten übrigens für einen Meeting-Rekord gereicht. Bei den Frauen war Marie Winse (TV Wattenscheid) mit 17:54,32 nicht zu stoppen. Mia Marie Haubrichs (Troisdorfer LG/18:27,64) und Marie Sommer (LSF Münster/ 18:27,94) auf den Plätzen zwei und drei liefen persönliche Bestzeiten.
Einen Sonderpreis für Ausdauer hätte sich wie im Vorjahr Gunnar Zab verdient, der 56-Jährige startete auf fast allen Distanzen: 200 Meter, 800 Meter, 1500 Meter und 5000 Meter. Mehr Kilometer hat an diesem Abend niemand abgespult.
- Fabio Faulhaber gewann zum dritten Mal in Folge.
- Paula Simon war die schnellste über 200 Meter.
- Eric Nzambimana war der schnellste über 5000 MEter





































